top of page

Funktioniert Face Reading wirklich? Was ich dazu aus Erfahrung sagen kann

Aktualisiert: vor 4 Tagen

„Das sagt mir dein Gesicht."


Kennst du solche Momente, in denen dich jemand anschaut und etwas sagt, das auf eine ganz besondere Weise tief in dein System geht?


zwei Frauen im Gespräch

Als ich mein allererstes Face Reading bekam, saß ich einem Face Reader gegenüber, der Dinge zu mir sagte, die ich selbst nie ausgesprochen hatte. Ohne großes Drumherum – las er in meinem Gesicht und sah einfach nur das, was da war.


Es fühlte sich an, als würde dieser Mensch den Bauplan meiner Persönlichkeit vor mir ausrollen, obwohl wir uns nie zuvor begegnet waren. Ich habe mich an diesem Tag so wirklich gesehen gefühlt wie selten zuvor in meinem Leben. Und zum ersten Mal spürte ich etwas, das ich vorher nicht kannte, dass ich genauso richtig bin, wie ich bin.

Dieses Erlebnis hat einiges nach sich gezogen. Für mich war klar – ich wollte verstehen, wie das geht.


Inhalte im Überblick


1. Die Kritik, die ich ernst nehme


Von Zeit zu Zeit erscheinen immer mal wieder Artikel im Internet, die Face Reading als Pseudowissenschaft, Hokuspokus oder auch als Täuschung bezeichnen. Natürlich habe ich sie gelesen, und ich will dir sagen, was ich davon halte.


Und ja, ein Teil davon trifft tatsächlich zu – zwar nicht auf meine Arbeit, aber auf ein Bild von Face Reading, das tatsächlich problematisch ist. Und zwar das Bild, dass man jemandem ins Gesicht schaut und dann vermeintlich „weiß“, wie er oder sie ist. Dass ein einziges Merkmal irgendeine Eigenschaft bedeutet. Dass ein Blick reicht, um einen Menschen zu kennen.


Wenn Face Reading das wäre, hätten all die Kritiker recht, und ich würde ihnen zustimmen.


2. Womit Kritiker wirklich argumentieren


Die meisten kritischen Beiträge arbeiten mit demselben Bild: Face Reading als ein Deutungssystem, das Menschen in Schubladen steckt. Eine hohe Stirn gleich Intelligenz, ein kurzes Kinn gleich wenig Mut und markante Züge gleich Dominanz.


Ja, und leider hat dieses Bild eine Geschichte – eine lange und an manchen Stellen auch eine dunkle Geschichte, die zu Recht kritisiert werden darf.


Was dabei aber völlig verloren geht, ist die Frage, ob es noch eine andere Art gibt, ein Gesicht zu lesen. Eine, die nicht urteilt, sondern wahrnimmt und den Menschen sieht. Eine Art, die nicht festlegt, sondern fragt.


3. Wie ich wirklich arbeite


Wenn ich mich auf ein persönliches Face Reading vorbereite, suche ich immer nach Zusammenhängen im Gesicht.

Und das Erste, was ich dabei beachte, ein einzelnes Merkmal sagt nichts. Wer aus einem einzigen Merkmal eine Persönlichkeitseigenschaft ableitet, verletzt die Grundregel der Methode. Ich schaue immer auf das Ganze, und ich schaue darauf, was sich an Merkmalen verdichtet.


Wenn ich bei jemandem z. B. sehr feine Kopfhaare sehe, dazu einen feinen Gesichtsflaum, der die Wangen überzieht, und große, einfangende Augen, dann habe ich es mit einem Merkmalcluster zu tun – also mehrere Hinweise, die in dieselbe Richtung gehen.


Je mehr Merkmale ich sehe, die ein bestimmtes Persönlichkeitsmerkmal stützen, desto sicherer kann ich sein, dass dieser Teil einen wirklichen Anteil an der Persönlichkeit dieses Menschen hat.


Und dann gibt es noch eine zweite Grundregel, die mindestens genauso wichtig ist: Ich lese nicht im Gegenteil. Das bedeutet, nur weil jemand bestimmte Merkmale nicht in seinem Gesicht trägt, sage ich nicht, dass ihm die entsprechende Eigenschaft fehlt.

Wenn ich z.B. keine Merkmale für Feinfühligkeit sehe, bedeutet das nicht, dass dieser Mensch nicht feinfühlig ist. Ich lese das, was da ist, und ich konzentriere mich darauf.

Über das, was ich nicht sehe, mache ich keine Aussagen, denn wer bin ich, um zu sagen, was in einem Menschen nicht steckt?


Dazu kommt, dass ich nie mit einem einzigen Werkzeug alleine arbeite. Ich verbinde Gesichtsstruktur, Mimik und Körpersprache – und ich überprüfe alles im Gespräch.

Was ich sehe, formuliere ich als Hypothese. Der Mensch vor mir entscheidet, ob sie stimmt. Das Gespräch ist dabei kein Anhang zur Methode. Es ist die Methode.


4. Was in einem persönlichen Face Reading passiert


Viele Klienten sitzen mir zu Beginn eines Readings zurückhaltend gegenüber und prüfen genau, was ich sage. Und dann erwähne ich etwas, was ich so nicht wissen konnte, und ich spüre sofort, dass sich gerade etwas verändert. Es wird kurz still, weil sich dieser Moment sehr vertraut anfühlt und der Mensch sich gerade selbst wiedererkennt.


Das können tiefe Trauerfalten sein, die von den Augen ausstrahlen und über die Wangen nach unten verlaufen, die mir diesen Impuls geben. Oder Angst- und Sorgenfalten, die mir verraten, dass dieser Mensch in seinem Leben schon sehr oft gespürt hat, was echte Angst bedeutet. Spuren gelebten Erlebens nenne ich das.


Falten geben mir dabei einen tiefen Hinweis darauf, welche Emotionen ein Mensch in seinem Leben oft gefühlt hat. Sie sind die Schnittstelle zwischen Gesicht und Mimik, zwischen dem, was war, und dem, was geblieben ist.


5. Die Grenzen, die ich mir selbst gesetzt habe


Meiner Arbeit habe ich einen Ehrenkodex zu Grunde gelegt, der die Grundlage jedes meiner Seminare bildet.

Keine Diagnosen. Keine Zukunftsaussagen, die Angst auslösen. Keine Readings mit Kindern, denn sie sind noch im Werden. Und der erste Punkt lautet, jedem Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, denn auch in deinem Gesicht steht eine Geschichte.


All das sind Regeln, die ich mir selbst auferlegt habe, weil ich glaube, dass meine Arbeit große Verantwortung trägt.


Wenn dich dieser Aspekt tiefer interessiert, habe ich dazu einen eigenen Artikel geschrieben:


Dort gehe ich noch einmal ausführlicher darauf ein, wo für mich die Grenzen liegen, worauf es im Umgang mit Menschen wirklich ankommt – und warum dieses Thema für mich keine Randnotiz ist, sondern die Grundlage meiner gesamten Arbeit bildet.


Face Reading ersetzt keine Psychologie und keine Medizin, und wer es dafür nutzt, tut etwas, dem ich widerspreche. Wissen ist Macht und Macht ist Verantwortung, das ist der Satz, mit dem mein Ehrenkodex schließt, und ich meine ihn ernst.


6. Warum ich trotzdem dabei bleibe


Ich könnte die Frage „Funktioniert das wirklich?" lange umkreisen, aber am Ende bleibt etwas, das sich nicht wegdiskutieren lässt.

Ich habe Menschen erlebt, die aus einem Reading rausgegangen sind und sich dadurch selbst ein Stück näher gekommen sind. Sie haben etwas in sich gesehen, das sie zwar schon kannten, es diesmal aber nicht ignorieren konnten.


So etwas entsteht meiner Meinung nach nur im Kontakt mit Menschen. Im Gespräch mit ihnen und in dem Moment, in dem etwas einen Rahmen bekommt, der vorher fehlte. Vielleicht ist Face Reading deshalb weniger eine Frage von „Stimmt das?" und viel mehr eine Frage von „Was wird dadurch möglich?"


Häufig ist es ein Gefühl von „Ich werde gerade wirklich gesehen, so wie ich bin." Und das hat nichts damit zu tun, ob jemand richtig oder falsch ist. Es geht darum, vom Gegenüber wirklich wahrgenommen zu werden, auch mit den Themen, die man lange weggeschoben hat und die nicht gefühlt werden wollten.


Diese Spuren gelebten Erlebens lassen sich lesen, und genau darin liegt die Chance, einen Blick auf sich selbst zu bekommen, den man so vielleicht noch nie gesehen hat. Und zu verstehen, was einen wirklich ausmacht, und sich dabei noch einmal ganz neu mit sich selbst in Verbindung zu kommen.


7. Was ich mir wünsche, und was nicht


Ich wünsche mir keinen blinden Glauben an Face Reading, denn Skepsis schützt vor Vereinfachung, vor falschen Zuschreibungen, vor dem Missbrauch einer Methode, die in falschen Händen tatsächlich schaden kann.


Was ich mir wünsche, ist etwas anderes. Die Bereitschaft, eine Erfahrung zu machen, bevor man urteilt. Wenn du skeptisch bist, bist du willkommen. Wenn du zweifelst, erst recht.

Und wenn du spüren willst, wie sich das anfühlt, wirklich gesehen zu werden,

dann komm ins Webinar.

Dort kannst du genau das selbst erleben, was ich hier beschreibe, und du entscheidest danach selbst, was du davon hältst.





Erlebe Face Reading einmal live



Du siehst jeden Tag Gesichter – aber kaum jemand erkennt, was wirklich darin steht.

Und du fragst dich, wie viel sich im Gesicht eines Menschen noch entdecken lässt?

In meinem kostenfreien Webinar kannst du genau das selbst erleben.


  • woran du Persönlichkeit sofort erkennen kannst

  • welche Signale du bisher übersehen hast

  • warum du danach Gesichter nicht mehr „normal“ sehen kannst



Mit einem Klick kommst du zur Anmeldung. Dort kannst du dir deinen Termin auswählen und bekommst direkt deinen persönlichen Zugangslink.








Weiterführende Artikel


Wenn du verstehen möchtest, wo Face Reading verantwortungsvoll eingesetzt werden kann und wo klare Grenzen wichtig sind, zeigt dir dieser Artikel die ethischen Leitplanken.


Wenn du wissen möchtest, warum Face Reading nichts mit Vorhersagen zu tun hat, sondern auf Beobachtung und Erfahrung basiert, bringt dieser Artikel Klarheit.


Wenn dich interessiert, wie sich unterschiedliche Traditionen des Gesichtlesens entwickelt haben und worin sie sich unterscheiden, findest du hier den historischen und fachlichen Kontext.


FAQ – Fragen, die ich oft höre


Ist Face Reading Wissenschaft?

Face Reading im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitswahrnehmung ist kein standardisiertes Diagnoseverfahren. Es basiert auf Beobachtung, Erfahrung und Dialog – und auf der Bereitschaft, im Gespräch zu überprüfen, was sich zeigt.


Worin unterscheidest du dich von dem, was Kritiker beschreiben?

Die meiste Kritik trifft ein Bild von Face Reading, dem ich selbst widerspreche: Einzelmerkmale als Beweis, keine Überprüfung, kein Gespräch. Ich arbeite mit Merkmalclustern, mit Hypothesen, die im Dialog überprüft werden, und mit der Grundregel, nie im Gegenteil zu lesen.


Was bedeutet „ich lese nicht im Gegenteil"?

Nur weil jemand ein bestimmtes Merkmal nicht trägt, sage ich nicht, dass ihm die entsprechende Eigenschaft fehlt. Ich lese, was da ist – über das, was nicht da ist, mache ich keine Aussagen.


Kann Face Reading schaden?

Ja, wenn es als Urteilsinstrument genutzt wird. Deshalb arbeite ich nach einem Ehrenkodex, der klare Grenzen setzt – keine Diagnosen, keine Zukunftsaussagen, Augenhöhe als Grundprinzip.


Was passiert konkret in einem Reading?

Ich schaue auf Merkmalcluster – also auf mehrere Hinweise, die in dieselbe Richtung zeigen – und formuliere Hypothesen. Du überprüfst sie. Was resoniert, bleibt. Was nicht passt, lassen wir liegen. Das Gespräch entscheidet.

bottom of page