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Wie Face Reading bei mir konkret funktioniert

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Vielleicht hast du dich beim Lesen der vorherigen Artikel schon gefragt, wie ein Face Reading eigentlich konkret abläuft. Was passiert da genau? Und vor allem, was passiert da nicht?

A warm, photorealistic scene shot from slightly above and to the side. A person sits at a desk in soft evening light, surrounded by several large printed photographs of a human face spread out in front of them. They lean forward, chin resting lightly on one hand, completely absorbed. A few handwritten notes are visible at the edge of the frame, partially out of focus. The photographs on the desk show the same face from different angles – not clinical, not forensic, but intimate and respectful, like studying something precious. The light is warm and golden, coming from a single lamp. The mood is quiet, concentrated, and deeply human – the feeling of someone preparing for an important conversation, not an examination. Photorealistic, 35mm lens, shallow depth of field, warm natural tones.

Inhalte im Überblick



1. Es beginnt nicht mit Antworten


Vor unserem Termin bereite ich mich intensiv vor. Ich beschäftige mich mit deinem Gesicht, deinen Strukturen und dem, was sich darin zeigt. Wenn wir uns dann treffen, schaue ich zunächst einfach, ohne sofort zu interpretieren. Ich lasse das Gesicht als Ganzes auf mich wirken, bevor ich anfange, einzelne Dinge zu benennen.


Ich lese, wie du in deiner Persönlichkeit gebaut bist, welche Stärken du trägst, wo innere Gegensätze in dir wirken. Ein stark ausgeprägtes Bauchgefühl, das mit dem Verstand auf Kriegsfuß steht. Eine große Abenteuerlust, die auf ein hohes Sicherheitsbedürfnis trifft. Diese Spannungsfelder sehe ich, und wenn es passt, baue ich Brücken. In meiner Vorbereitung entstehen daher oft viele Seiten an Notizen über eine Persönlichkeit. Manchmal sind es zehn, manchmal auch zwanzig Seiten.


2. Ich arbeite nicht mit einzelnen Merkmalen


Ein einzelnes Merkmal interessiert mich wenig, für sich genommen.

Erst wenn mehrere Hinweise im Gesicht in dieselbe Richtung gehen, entsteht etwas, das ich ernst nehme. Ich nenne das Merkmalcluster.


Feine Strukturen, eine Nase, offene Augen – das allein bedeutet noch nichts. Aber wenn sich Hinweise verdichten, entsteht eine Richtung. Und genau dort beginne ich, genauer hinzuschauen.


Genauso wichtig ist das Gegenteil. Ich lese nicht im Gegenteil. Nur weil ich ein bestimmtes Merkmal nicht im Gesicht sehe, sage ich nicht, dass jemand diese Eigenschaft nicht hat. Ich lese, was da ist. Über das, was nicht da ist, mache ich keine Aussagen.


3. Ich formuliere, was ich sehe – nicht, was „ist"


Der Moment, in dem ich beginne mit dem Klient zu sprechen, ist entscheidend.

Ich sage nicht „Du bist so." Ich sage „Ich habe den Eindruck, dass…" oder „Kann es sein, dass…"

Denn ich arbeite nicht mit Festlegungen, ich arbeite mit Hypothesen. Meine Sprache ist eine Frage, keine Feststellung. Und erst durch die Antwort des Menschen vor mir wird aus einer Beobachtung etwas Bedeutsames.


4. Das Gespräch ist kein Zusatz – es ist der Kern


Ein Reading funktioniert nicht ohne den Menschen. Ich beobachte etwas, spreche es aus und dann passiert das Entscheidende, der andere reagiert. Manchmal sofort, manchmal zögerlich, manchmal gar nicht, und genau darin liegt die Information.


Was passt, bleibt. Was nicht passt, wird verworfen. Das Gespräch ist kein Teil der Methode, es ist die Methode.

Oft spiegeln mir Menschen, dass sie sich zum ersten Mal wirklich gesehen fühlen. Das, was sie längst gespürt hatten, bekommt plötzlich einen Rahmen, eine Sprache, einen Platz. Innere Gegensätze, die vorher gegeneinander gearbeitet haben, stehen plötzlich in einem Zusammenhang und hören auf zu kämpfen.


5. Ich lese nicht im Gegenteil


Das ist eine Grundregel, die ich sehr ernst nehme.

Nur weil ich etwas nicht sehe, bedeutet das nicht, dass es nicht da ist. Wenn ich keine Hinweise auf ein bestimmtes Merkmal finde, sage ich nicht „Das hast du nicht." Ich bleibe bei dem, was sichtbar ist. Und lasse Raum für das, was ich nicht sehen kann. Ich nehme mir nicht heraus zu sagen, was in einem Menschen nicht steckt.


6. Ich verbinde mehrere Ebenen


Ein Face Reading besteht für mich aus mehreren Ebenen, die gleichzeitig zusammenkommen. Die Struktur des Gesichts, die Mimik und Mikroexpressionen, die Körpersprache und das, was im Gespräch entsteht.


Keine dieser Ebenen steht für sich allein. Stabile Merkmale erzählen von Anlagen und Grundmustern, die sich über Jahre geprägt haben. Mimik zeigt, was gerade jetzt passiert. Falten sind die Schnittstelle, Spuren gelebten Erlebens, die zeigen, welche Emotionen ein Mensch in seinem Leben oft gefühlt hat.


Erst im Zusammenspiel dieser Ebenen entsteht ein Bild, das trägt.


7. Es gibt einen Moment, den man nicht planen kann


In meinen Readings gibt es häufig diesen einen Moment. Ich sage etwas, und dann ist es plötzlich still. Es ist diese Stille, in der etwas ins eigene Bewusstsein gesickert ist.


Es ist wie wenn eine tief in uns liegende Instrumentensaite zu schwingen beginnt. Du spürst sehr genau, ob diese Saite zu dir gehört, ob sie mit etwas in dir in Resonanz geht oder nicht. Und das bringt sehr oft eine neue Ordnung in das Innere. Menschen fangen an, Frieden mit sich selbst zu schließen. Anteile, die vorher gegeneinander gearbeitet haben, werden plötzlich gesehen und hören auf zu kämpfen.


Das ist kein Ziel, das ich erzwingen kann. Aber es ist ein Moment, der immer wieder entsteht und stark nachwirken kann.


8. Was am Ende bleibt


Am Ende eines Readings geht es nicht darum, ob alles richtig war. Es geht mir darum: Was hat Resonanz ausgelöst? Was hat etwas klarer gemacht oder resoniert?


Viele Menschen beschreiben danach das Gefühl, sich ein Stück besser zu verstehen. Warum sie in manchen Situationen so reagieren, wie sie reagieren. Warum bestimmte Beziehungen ihnen guttun und andere sie eher müde machen. Und wo ihre Energie eigentlich hinwill.


Und manchmal ist es auch der Moment, in dem der innere Kompass wieder anspringt.

Ich mache dabei stets nur sichtbar, was bereits da ist, was schon immer da war. Was jemand damit macht, liegt ganz bei ihm.


9. Warum das so funktioniert


Face Reading funktioniert für mich nicht, weil es eine perfekte Methode ist.

Es funktioniert, weil es drei Dinge verbindet: genaue Beobachtung, Erfahrung und echten Dialog. Ohne eines dieser Elemente würde es nicht tragen.


Genaue Beobachtung allein bleibt ein Monolog. Erfahrung ohne Dialog bleibt eine Projektion. Und Dialog ohne Beobachtung bleibt ein Gespräch über nichts Konkretes.

Erst zusammen entsteht etwas, das mehr ist als die Summe seiner Teile.


10. Fazit

Ein Face Reading ist kein Vortrag meinerseits und es ist auch kein starres System. Es ist keine Analyse im klassischen Sinn. Es ist eine Begegnung, zwischen dem, was sichtbar ist – und dem, was ein Mensch darin erkennt.



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Weiterführende Artikel


Wenn du den Ablauf Schritt für Schritt verstehen möchtest und wissen willst, was dich konkret erwartet, bekommst du hier einen klaren Einblick.


Wenn du tiefer verstehen willst, wie aus einzelnen Beobachtungen ein stimmiges Gesamtbild entsteht, zeigt dir dieser Artikel die Grundlage meiner Arbeit.


Wenn du ein Gefühl dafür bekommen möchtest, worum es beim Face Reading im Kern geht, findest du hier die passende Einordnung.


FAQ – Ablauf eines Face Readings


Wie lange dauert ein persönliches Face Reading?

Das Gespräch dauert in der Regel 90 bis 120 Minuten. Dazu kommt meine Vorbereitung, in der ich dein Gesicht intensiv lese und ein persönliches Arbeitsskript erstelle.


Kann man ein Face Reading auch auf einem Foto machen?

Stabile Merkmale und Falten zeigen sich auf Fotos gut. Mimik und die Reaktion im Gespräch entstehen erst im direkten Kontakt. Beides zusammen ergibt das vollständige Bild.


Was passiert, wenn etwas nicht passt?

Dann wird es verworfen. Ein Reading ist kein starres System, sondern ein Prozess, der im Dialog entsteht. Was resoniert, bleibt. Was nicht stimmt, lassen wir liegen.


Muss ich an Face Reading glauben, damit es funktioniert?

Nein. Skepsis ist kein Hindernis, im Gegenteil. Wer prüft, was gesagt wird, bekommt meistens mehr heraus als jemand, der alles sofort annimmt.

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